Eleganz pur!

Elegant. Souverän. Majestätisch. Anders lässt sich nicht beschreiben, was wir sehen, kaum dass wir unser Camp verlassen haben. Ein Leopard, keine fünf Meter von uns entfernt. Er stellt sich sogar noch auf einen kleinen Erdhügel, damit wir ihn noch besser zu Gesicht bekommen. Das Aufstehen hat sich bereits gelohnt.

Heia Safari!

Was für ein elegantes Tier: Gleich nach dem Start läuft uns ein Leopard über den Weg

Das ist eine komische Sache mit den Tieren. Nähert man sich Ihnen zu Fuß, nehmen sie schnell Reißaus. Bringen einen Mindestabstand zwischen sich und den Menschen. Nähert man sich ihnen mit einem Auto, erfolgt keinerlei Reaktion. Diese Blechkisten setzen sie nicht in Relation zu den stinkenden Zweibeinern. „Stinkend“ zumindest aus der Sicht der Tiere…

Heia Safari!

Wellness für Nilpferde

Am Abend und am Morgen haben wir stets eine Begleitung vom eigenen Zelt zum Essenszelt. Das ist notwendig, weil die Camps in den Nationalparks nie eingezäunt sind. Tiere haben freien Zutritt. Begegnet man in der Dunkelheit einem Nilpferd, kommt man schon mal in Schwulitäten, wenn man nicht weiß, sich richtig zu verhalten. Während alle Tiere Reißaus vor Feuer nehmen, trampelt z.B. ein Nilpferd dasselbige aus.

Meine Nachbarin, Lady Mara, in der Wellness-Oase

Direkt neben dem Essenszelt hat man einen ungehinderten Blick auf die Hippos, die gerade bei der Morgen-Gymnastik sind: Eines nutzt die Gegenstromanlage des Mara-Flusses, ein anderes geht immer wieder aus dem Fluss raus und wieder rein, die anderen schauen zu.

Heia Safari!

Business-Knigge hoch im Kurs

Keine halbe Stunde später sollten wir eine Löwin aus nächster Nähe zu Gesicht bekommen. Sie war im Business Knigge- Kurs bei Mr. Leopard. Auch sie liegt bzw. steht auf einem Hügel. Drei der Big Five in weniger als einer Stunde. In der kommenden halben Stunde kamen noch Elefanten und Büffel dazu, also die anderen der Big Five. Natürlich auch wieder reichlich Zebras, Antilopen, Gazellen, Warzenschweine und viele mehr.

Klasse, dass die Raubkatzen, hier eine Löwin, die Hügel lieben.

Heia Safari!

Keinen Knigge-Kurs bei Mr. Leopard hatte der Schakal, der sich an einer halben Antilope genüsslich macht- der könnte sich ja auch auf einen Hügel stellen, oder? Aufgrund der Nähe war aber trotzdem alles zu sehen. Die Frage, die sich zwangsläufig stellt: Welches Tier hat die Kraft, eine Antilope mit einem Biss in zwei Hälfte zu teilen? Ein Nilpferd? Ein Krokodil? Der Schakal sicherlich nicht.

Heia Safari!

Zwei weitere Highlights warteten noch auf uns: Zum einen eine Gruppe Geier, die sich um den Kadaver eines Zebras streitet. So ist das in der Wildnis: Fressen und gefressen werden.

Heia Safari!

Guten Appetit!

Ein zweites Highlight erwartet mich bei der Ranger-Station, wo mehrere Massai-Frauen Andenken verkaufen. Kaum bin ich mit einer der Damen in Verhandlungen wegen zweier Giraffen, bin ich auch schon umringt von einem Dutzend Verkäuferinnen, die ebenfalls Giraffen im Angebot haben, was den Preis schnell zum Fallen bringt. Auch nach dem Kauf werden mir ununterbrochen weitere Giraffen angeboten. Ich glaube, die Damen verwechseln mich mit dem Chefimporteur für Holzgiraffen in Europa. Wer weiß, vielleicht sollte ich in das Business einsteigen…

Heia Safari!

Wir werden verwöhnt!

Mittags und abends werden wir im Camp verwöhnt. Ich mag die Handschrift unseres Koches. Vielleicht noch ein paar Hintergrundinfos zur Reise: Unterwegs bin ich mit World Insight, ein Unternehmen, das sich auf Kleingruppenreisen spezialisiert hat, bei unserer Reise maximal 12 Personen. Wir sind zu viert unterwegs in einem Kleinbus für sechs Gäste. David ist unser Fahrer und Guide. Im Hintergrund kümmern sich Heike und Olaf darum, dass in Kenia und Tansania alles glatt läuft. Was mir gefällt, sind die originellen Unterkünfte, die hier ausgewählt werden. Bei dieser Reise gibt es Vollpension, schließlich sind Autobahnraststätten und Ausflugslokale dünn gesät. Kein Wunder, schließlich gibt es ja auch praktisch keine Autobahnen. Deshalb ist mittags an den Fahrttagen Picknick angesagt- David kennt viele schöne Plätze.

Geier im Landeanflug

Es ist meine dritte Afrika-Reise (wenn ich mal den Maghreb und Ägypten außen vor lasse). Die beiden ersten Reisen (mit Nomad) waren von den Übernachtungen her basic, entweder im Zelt (und damit meine ich die kleinen dreieckigen) oder einfachen Hütten. Diesmal leiste ich mir die Komfort-Version.

Heute geht es nach einer heißen Dusche im Zelt früh zu Bett, schließlich erwartet mich Morgen ein Highlight der Reise.

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Essen in gediegenem Ambiente