Lake Nakuru

Auf zum Lake Nakuru!

Heute früh geht es nach dem Frühstücksbuffet zum Lake Nakuru- Nationalpark. Die Hektik der großen Straße mit ihrem Gedränge, ihrem Gehupe und ihrem Chaos lassen wir bald hinter uns.

Statt dessen erwartet uns ein weiterer natronhaltiger See und eine steppenartige, aber dennoch grüne Landschaft, durchsetzt mit vielen Akazien. Kaum im Park, warten schon die ersten mobilen Zebrastreifen auf uns.

Heia Safari!

Der Koch der Lodge freut sich auf unsere Bestellung

Dank des Sees und der umgebenden Hügel und Berge ist der Nationalpark landschaftlich sehr schön gelegen. Mit seinen knapp 200 Quadratkilometern zählt er zu den kleinen Parks. Klein, aber oho!

Dutzende von Geiern auf einem Baum, elegant umherstolzierende Marabus, die sicherlich zu den elegantesten Vögeln zählen würden, wenn, ja wenn der Kopf mit seinem Schnabel nicht wäre. Der Vogel wirkt ein bisschen auf mich wie aus zwei verschiedenen Baukästen zusammengesetzt.

Heia Safari!

Marabu

Bekannt ist der See durch seine Flamingos, deren Zahl früher in die Millionen ging. Als ich 2010 in Ostafrika unterwegs war, verzeichnete der Landstrich gerade eine seit 2008 andauernde Trockenperiode. Alles war knochentrocken, mehrere Regenzeiten waren ausgefallen, die ganzen Salzseen des Rift Valley wurden extrem salzig. Davon profitierten die Vögel, die Nahrung in Hülle und Fülle fanden.

Flamingos am Lake Nakuru

Wo ist mein U-Boot?

2011 gab es dann ein kollektives Aufatmen in Ostafrika, der Regen kam zurück. Hinzu kommen geologische Veränderungen. Die Wasserspiegel der Seen stiegen, die Felder konnten bewässert werden, der Staub gehörte nicht mehr ganzjährig zum Alltag. Gleichzeitig sank der Salzgehalt des Lake Nakuru aber dramatisch, der Lake Elementaita ist erstmals seit einer Generation wieder ein Süßwasser-See. Was den Flamingos nicht schmeckte, denn sie verließen den See.

Der Wasserspiegel ist immer noch deutlich höher als früher, viele Bäume stehen mitten im Wasser, die Straße ist weiterhin ausschließlich per U-Boot befahrbar. Aber die ersten Flamingos kamen zurück. Gleich zwei Kolonien mit mehreren hundert Vögeln haben wir angetroffen, beide Kolonien mit den intensiv rosafarbenen Zwergflamingos und den deutlich größeren blassrosa rosa Flamingos. Das hat schon was, wenn diese Vögel mit ihren langen schlaksigen Beinen wie an einer Perlenkette aneinandergereiht im Wasser stehen und mit ihren langen Schnäbeln Futter aus dem See holen.

Heia Safari!

Lake Nakuru

Wer hat den Druckstrahler erfunden?

Ein weiteres Highlight war ein Breitmaulnashorn, keine fünf Meter vor uns entfernt. Im Ngorongoro-Krater in Tansania hatte ich schon mal eines in freier Wildbahn erlebt, das Tier war damals aber deutlich weiter weg, und im Chitwan-Nationalpark. Das war damals zwar auch keine fünf Meter entfernt, die ganze Situation aber etwas irritierend und eher abstoßend. Das Nashorn wurde im Rahmen einer Elefantensafari von 20 Elefanten mit je vier Gästen und einem Mahmut umzingelt.

Dieses Nashorn heute aber hatten wir für uns alleine.

Frage: Wer hat den Druckstrahler erfunden? Nein, es war nicht Kaeser und es waren nicht die Schweizer. Die haben ja bekanntlich Ricola erfunden. Diesen Erfolg für sich verbuchen können die Nashörner dieser Welt. Sapperlot, wenn so ein Tier pinkelt, möchte ich nicht in dem Strahl stehen, der würde mich ein paar Meter nach hinten schleudern. Jambo!

Big Five & mehr

Von den „Big Five“ haben wir heute nur die Büffel zu Gesicht bekommen, keine Elefanten, keine Löwen oder Leoparden, keine Nilpferde. Macht nichts, ich hatte die ja alle schon mehrfach gesehen. Dafür gab es aber reichlich Giraffen zu sehen, nicht mal hier zwei und dort drei, sondern in größeren Gruppen. Faszinierend, dass diese Tiere genauso viele Halswirbel haben, wie wir Menschen.

Spektakulär war auch die Vielzahl an Schmetterlingen, die teilweise in Verbünden von mehreren hundert Exemplaren umherschwebten.

Schmetterlinge, wohin man schaut

Interessant ist auch das Verhalten der Zweibeiner. Bei uns im deutschen Minibus mit Safaridach schreit irgendjemand laut „Stop!“ und David hält. Alle springen von Ihren Sitzen auf und richten ihren Blick und ihre Objektive in eine Richtung.

Schüler beim Ausflug an den Lake Nakuru

Von Vier- und Zweibeinern

Bei den beiden afrikanischen Schulbussen springen die Kids von einer Seite des Busses zur anderen. Offenbar, damit sie nicht so durcheinanderrufen, hat jeder Schüler einen Lolli im Mund. Fast noch mehr sind die Kids aber an den Europäern und Japanern interessiert.

Ganz anders die Japaner: Hier wird generalstabsmäßig geplant und die Tierbeobachtung in militärischer Präzision durchgeführt. Da setzt sich keiner während der Fahrt. Drei Japaner scannen die Umgebung, jeder ist für seine 120 Grad verantwortlich. Als „Waffe“ stehen Tele-Objektive jenseits der 1000 Millimeter zur Verfügung, Oschis mit zwei Kilogramm Gewicht. Wehe, jemand übersieht in seinem Sektor etwas.

 

Dann heißt es: Heia Safari!

Da machen wir doch lieber Picknick. Die Lodge hat es gut mit uns gemeint. Das Essen war nicht nur lecker, es gab auch sehr viel davon. Direkt nebenan war ein Wasserfall mit einem Becken unten. In dem braunen Wasser, das den Fall nach unten fiel, hatte ein Büffel einen Wellness-Urlaub gebucht.

Wellnessoase im Lake Nakuru-Nationalpark

Natürlich gab es auch wieder flexibel handhabbare Zebrastreifen zu sehen, Antilopen, Gazellen. Warzenschweine, Strauße…, bevor es in die Lodge zurückging.

Geier warten auf Essen

 

Giraffen

 

Transport a la Afrika

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